Über mich

Es sind die stillen und leisen Momente, die am lautesten sind und bleiben.

Ich habe mir lange Zeit gelassen, bis ich verstanden habe, was Fotografie für mich bedeutet. Aus diesem Verständnis heraus hat sich mein Blick zunehmend geöffnet und mich in die große, weite Welt geführt. Für mich gibt es kaum etwas, das ich nicht am liebsten fotografieren möchte. Lange Zeit hat mich vieles interessiert, vieles angezogen. Doch immer stärker zog es mich weg vom schnellen Leben in der Stadt und hinaus in die Natur, an einen Ort, an dem ich gelernt habe, wieder genauer und bewusster zu fotografieren.

Dabei geht es mir nicht nur darum, die Welt durch meine Augen zu zeigen oder Eindrücke zu transportieren. Ich möchte Geschichten erzählen. Ich möchte zeigen, was verbindet und was jedem Lebewesen auf seine Weise dient und zugutekommt.

Vita

Dank meiner Oma, die mir nicht nur die Natur, sondern auch die Fotografie nähergebracht hat, durfte ich schon in jungen Jahren meine Heimat - Frankfurt (Oder) - und die umliegende Umgebung mit der Kamera entdecken und so meine Begeisterung für die Fotografie entwickeln.

Bereits als Kind hielt ich eine Spiegelreflexkamera, die Olympus E-500, in den Händen. In meiner Jugend kam eine kleine digitale Kamera hinzu, mit der ich viele Unterwasseraufnahmen machen durfte, ein Erlebnis, das mir bis heute in lebendiger Erinnerung geblieben ist.

Aber damit noch nicht genug. So zogen meine Oma und ich mit den Kameras los und dokumentierten über längere Zeit ein Schwanenpaar mitten in der Stadt – bis sie Nachwuchs bekamen und die Jungen schließlich selbst flügge wurden. Daraus entstanden nicht nur eindrucksvolle Bilder und Videos, sondern vor allem bleibende Erinnerung und jede Menge Erfahrungen. Ein wundervolles Projekt, das ich nie vergessen werde.

Ein Jahrzehnt später hielt ich meine erste selbstgekaufte Kamera in den Händen, eine Sony a7 III und setzte meine eigene Reise in der Fotografie fort. Durch diese Arbeit durfte ich bereits besondere Anlässe begleiten, darunter private Geburtstage sowie wie eine Zirkusveranstaltung für Kinder, der Johanniter-Unfall-Hilfe-Kita im Jahr 2020 in Rehfelde.

Zusätzlich durfte ich die Produkte von einem jungen, kleinen Unternehmen fotografisch begleiten, das handgefertigte Anstecker und Anhänger mit besonderen Perlen und viel Liebe zum Detail herstellt. Dabei ging es mir vor allem darum, die Sorgfalt, die Materialien und den Charakter dieser Arbeiten sichtbar zu machen.

Außerdem bekam ich die Gelegenheit, Hunde aus verwahrlosten Einrichtungen in Rumänien fotografisch zu begleiten, die in Deutschland ein neues Zuhause suchten. Ziel dieser Arbeit war es, die Tiere sichtbar zu machen und ihre individuellen Wesen einzufangen, um ihre Vermittlung zu unterstützen. Eine Erfahrung, die mir noch einmal bewusst gemacht hat, wie viel Verantwortung und Wirkung Bilder haben können.

Heute arbeite ich nach einer längeren Pause bewusster als zuvor. Erfahrungen abseits der Kamera sowie eine intensive Auseinandersetzung mit Achtsamkeit und innerer Entwicklung haben meinen Blick weiter geschärft.

Fotografie bedeutet für mich inzwischen nicht mehr, möglichst viel festzuhalten, sondern präsent zu sein, genau hinzusehen und dem Moment die Zeit zu geben, die er braucht.

Mein Weg hat dabei gerade erst begonnen. Ich möchte mich weiterentwickeln, neue Perspektiven entdecken und meine Arbeit Schritt für Schritt erweitern, auch durch die Fotografie und das Filmen aus der Luft, um andere Perspektiven sichtbar zu machen, die vom Boden aus oft verborgen bleiben.

Zum Schluss möchte ich Danke sagen. Den Menschen und kleinen Unternehmen, die mir Vertrauen geschenkt haben, Begegnungen ermöglichten und mich auf meinem Weg begleitet haben. Und ganz besonders meiner Oma - für die Nähe zur Natur, für die erste Kamera und vor allem für die tiefe Verbundenheit zur Fotografie.