Buddy und Quisie (Quisitta vom Hansaviertel)

Manche Begegnungen im Leben hinterlassen Spuren, die niemals verblassen. Buddy und Quisie waren mehr als nur Tiere - sie waren Wegbegleiter, Seelentröster und ein fester Teil meiner Kindheit.

Buddy, mit seinem unerschütterlichen Herzen, hat trotz vieler gesundheitlicher Herausforderungen nie aufgegeben. Sein Weg war nicht immer leicht, geprägt von Sorgen und Momenten der Ungewissheit. Und doch war er voller Lebensfreude. Er hat hat 17 Jahre gekämpft, immer wieder und genau das macht ihn unvergesslich. Selbst wenn er manchmal seinen eigenen Kopf hatte und einfach verschwand, brachte er genauso oft Lachen, Wärme und echte Freude zu jedem zurück, ob Mensch oder Tier, gut oder böse.

Quisie war auf ihre ganz eigene Weise besonders. 18 Jahre voller Leben, kleiner Abenteuer und Geschichten, die man kaum glauben kann. Auch sie ist mehr als einmal ausgebüxt und hat gezeigt, dass Neugier und Freiheit tief in ihr verwurzelt waren. Sie war klug, eigenständig und voller Charakter - ein Tier, das man nicht einfach nur hatte, sondern das man erleben durfte.

Beide haben mich geprägt. Sie haben mir gezeigt, was es heißt, Verantwortung zu tragen, bedingungslos zu lieben und Abschied zu nehmen.

Diese Galerie ist ihnen gewidmet. Denn auch wenn sie nicht mehr hier sind, leben sie in diesen Bildern weiter - in Erinnerungen, in Momenten, die festgehalten wurden, und in all dem, was sie mir mitgegeben haben.

Kleiner Hund,
große Abenteuer

Auch in seinen letzten Jahren, als die wilde Zeit langsam leiser wurde und Ruhe einkehrte, blieb eines immer gleich: seine unstillbare Neugier.
Der Drang nach kleinen Abenteuern und der Ruf nach Freiheit waren stets ein Teil von ihm.

“Lass mich frei laufen. Hab keine Sorge - vertrau mir. Ich komme immer wieder zurück, denn ich bin nie wirklich weit weg”

Mein größtes Abenteuer - 🐾 Ein Winter, den ich nie vergessen werde ….

Es war ein ganz gewöhnlicher Donnerstag. Ein Schultag wie viele andere - bis zu dem Moment, der alles veränderte.Meine Oma erzählte mir nach der Schule, dass sie wie so oft mit Quisie im Wald spazieren war. Das war nichts Ungewöhnliches. Quisie hatte diese besondere Art an sich - eine Mischung aus Vertrauen, Neugier und Freiheit. Manchmal konnten wir sie sogar ohne Leine laufen lassen, weil sie immer wieder zu uns zurückkam. Sie war nie wirklich weg - immer in der Nähe.

Doch an diesem Tag war es anders. Sie kam nicht zurück.

Ohne zu zögern machten wir uns auf den Weg. Ein Wald, etwa 15 Kilometer entfernt - über so viele Jahre so vertraut und doch plötzlich fremd. Die Kälte des Winters lag schwer in der Luft, und mit jedem Schritt wurde die Sorge größer.

Wir suchten stundenlang. Hoffnung und Verzweiflung wechselten sich ab. Auch ein Förster half uns, und doch schien es, als würde sich die Spur verlieren.

Und dann - dieser Moment, den ich nie vergessen werde:

Ein Rascheln im Gebüsch in der Stille des Waldes. Das war unsere geliebte Quisie. Doch Quisie war vorsichtig. Fremde Menschen machten ihr Angst, und so blieb sie auf Abstand und rannte in einem hohen Bogen von uns wieder davon.

Wir suchten weiter, bis die Dunkelheit uns schließlich zwang aufzugeben. Der Heimweg war still. Zu Hause blieb das Essen unberührt, und die Gedanken zwischen Trauer und Kummer, waren nur bei ihr.

Am nächsten Morgen kehrten wir zurück. Früh, mit neuer Hoffnung – getragen von der Liebe zu ihr. Stunden vergingen. Die Hoffnung wurde leiser.

Bis zu dem Moment, der alles wieder veränderte.

Der Förster, der uns am Vortag geholfen hatte, trat zu uns, reichte mir seine Handschuhe und sagte ruhig:

„Zieh die Handschuhe an und hole die Katze von meinem Auto unten hervor.“

Und da war sie. Ganz nah. Als wäre sie nie wirklich weg gewesen. In diesem Moment fiel alles von uns ab – die Angst, die Sorge, die Kälte, als wir die unsicheren Augen der Katze erblickten und am Ende sie in den Arm nehmen konnten.

Es war nur noch Freude. Nur noch Erleichterung. Seitdem ist sie noch ein paar Mal ihren eigenen Wegen gefolgt, aber sie ist immer zurückgekommen.

Denn genau das war Quisie: Frei, neugierig - und doch immer verbunden, wie Buddy.

🐾 Buddy, der immer fand, was verborgen war …

Buddy war kein ausgebildeter Fährtenhund. Und doch hatte er etwas, das man nicht lernen kann.

Immer wieder blieb er stehen, schnupperte, wurde ganz still und plötzlich war da immer wieder - von Jahr zur Jahr, ein kleiner Igel, vorsichtig zusammengerollt am Wegesrand, im Park oder sogar auf der Straße. Als hätte Buddy genau gewusst, wer Hilfe brauchte.

Er suchte nicht. Er fand.

Und wenn es darauf ankam, wusste er auch, wie man sich selbst schützt. Bei einer Begegnung mit einem Wildschwein wurde er nicht laut, nicht hektisch - er blieb ruhig, und aufmerksam.

Er wusste instinktiv, was zu tun war, ohne Aufmerksamkeit zu erregen.

Das war Buddy - mit einem feinen Gespür für das Leben, für Gefahr und für die, die Hilfe brauchten.

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Lichterglanz & Sternenstaub